Von Nils Reschke 0
Wie eine Provinz-Posse

Beleidigter Diego Maradona will seine Entlassung so nicht hinnehmen

Sein Glanz, in dem er als Spieler noch hell erstrahlt ist, scheint zu verblassen. Denn als Trainer hat Diego Maradona weitaus weniger Erfolg. In Dubai ist er gerade entlassen worden, was offenbar stark an seinem Selbstbewusstsein nagt. So leicht will sich Maradona jedenfalls nicht vor die Tür setzen lassen.


Er war Weltmeister, Weltfußballer und ohnehin einer der Besten, die jemals gegen den Ball getreten haben. Diego Armando Maradona hat nur ein Problem: Er weiß, dass er eine lebende Legende im Fußball ist. Und genau das führte bisweilen dazu, dass er sich schon während seiner aktiven Laufbahn wie ein kleiner, trotziger Junge verhielt, der die „beleidigte Leberwurst“ spielte, wenn es einmal nicht nach seiner Nase lief. Genau ein solches Verhalten legt Maradona nun auch als Trainer an den Tag.

Der Scheich-Club El Wasl in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte ihn, wie Promipool.de bereits an dieser Stelle berichtete, als Coach nach einem sportlich mageren achten Platz trotz noch bestehenden Vertrags vor die Tür gesetzt. Und zwar, während der Argentinier im Urlaub weilte. Jetzt ist er zurück und meldet sich prompt zu Wort: „Unglücklicherweise hat der Verein eine Erklärung abgegeben, mit der ich nicht einverstanden bin.“ Das mag so stimmen – doch kann Diego Maradona damit auch die Club-Verantwortlichen umstimmen? Die Lage scheint aussichtslos, wenngleich der Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1986 das freilich anders sieht.

Auf seiner eigenen Homepage veröffentlichte Maradona eine Erklärung. In der ist unter anderem folgendes nachzulesen: „Wenn aus Geldmangel keine Spieler gekauft werden können, besteht natürlich immer noch die Möglichkeit, dass der Vorstand und ich das zusammen diskutieren und eine Lösung finden.“ In den Emiraten sieht man die Sache dagegen völlig anders und empfiehlt dem 51-jährigen Trainer: „Diego ist der beste Fußballer auf der Welt und auch ein qualifizierter Trainer. Aber wir suchen jemanden, der mit El Wasl in der nächsten Saison einen Titel gewinnt.“ Und genau das traut man Diego Maradona nicht zu.


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