Von Nils Reschke 0
Große Momente

Beim Mini-Tischtennis kippt die Show: Raab ist nicht zu stoppen

Sicherlich, die 40. Ausgabe von „Schlag den Raab“ gehörte nicht zu den spannendsten der beliebten Unterhaltungsshow. Da gab es schon weitaus packendere Duell zwischen dem Kandidaten und dem immer ehrgeizigen Stefan Raab.


Ein Match am Samstagabend hatte es allerdings wirklich in sich und stand Pate für die Faszination, die die Show auf ProSieben ausmacht. Die Zeiger der Uhr haben Mitternacht längst überschritten. Und was passiert bei „Schlag den Raab“? Es wird eine Tischtennisplatte ins Studio gebracht. Eine, wie wir sie noch aus unserer Kindheit kennen und wie sie vermutlich bei vielen damals oder heute noch im Keller steht. Nur eben viel kleiner. Und dann wird Mini-Tischtennis gespielt. Um eine Million Euro wohlgemerkt!

Das ist eben der Irrsinn dieser Show, der sie so genial macht. Sowohl Kandidat Andreas, als auch Raab selbst machten an der kleinen Platte eine gute Figur. Im ersten Satz verschenkte erst Stefan Raab mehrere Satzbälle, so dass Andreas, Doktor der Physik, diesen noch mit 12:10 gewann. Im zweiten Durchgang hatte der Familienvater dann selbst insgesamt sieben Matchbälle! Kampfschwein Raab wehrte sie alle ab, holten Satz zwei mit 14:12 – und gewann anschließen mit einem 11:9 im dritten Satz die Punkte. Was für eine Dramatik! Beim Mini-Tischtennis kippte der Abend endgültig zu Gunsten von Stefan Raab, der von Andreas nur selten gefordert wurde. Und deswegen blieb die 40. Ausgabe von „Schlag den Raab“ auch etwas langatmig bis langweilig. Schade eigentlich.

In vielen anderen Nachberichten ist heute zu lesen, wie tapfer sich Kandidat Andreas geschlagen hatte. Doch das stimmt nur bedingt so. Anfangs hatte der Fußballtrainer eher das Glück, bei einigen Spielen klar im Vorteil zu sein. Bundesliga-Spieler ihrem Verein zuzuordnen? Nichts für Raab, wenn es nicht gerade um seinen heißgeliebten 1. FC Köln geht. Kopfbälle von der Flanken-Maschine in die Maschen versenken? Für einen ehemaligen Landesliga-Kicker wohl eher das geringere Übel. Trotzdem zeigte sich Kandidat Andreas schon in diesen Spielen überaus nervös. Man hatte nie den Einruck, er könne den Bock tatsächlich umstoßen an diesem Abend. Dazu mangelte es an Körpersprache. Raab selbst wirkte locker, manchmal fast etwas zu locker. Aber er war jederzeit Herr der Lage – und stellt sich nun am 11. Mai der Herausforderung, aus den 1,5 Millionen Euro im Jackpot glatte zwei „Mille“ zu machen.


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