Von Kathy Yaruchyk 0
Busen, Lächeln, Beine, Po

Beauty-Nachhilfe: Was die Stars am liebsten an sich verändern

Megan Fox super sexy 2010

Megan Fox

(© Getty Images)

Nachhilfe in Sachen Schönheit, die hätte jeder manchmal gerne. Da ist die Nase zu groß, der Bauch zu schwabbelig, die Beine zu kurz und der Po hängt auch so langsam. Angebliche Schönheitsmakel nagen an einem und davor sind auch die Promis nicht gefeit. In der Welt der Reichen und Schönen gibt es dennoch eine Art, damit umzugehen, die sonst nicht bei jedem möglich ist: der Beautydoktor ist schließlich kein billiges Pflaster und was gut werden soll, kostet. Aber was lassen die Damen und Herren denn nun am liebsten an sich machen? Wir haben nachgeschaut.

Sie sind schön, sie haben Geld und auch wenn es das ein oder andere private Drama gibt, ist zu sagen: es läuft bei den Promis. Doch der Druck ist groß – ständig kommen junge Talente nach, die sie vom Thron stoßen wollen, denn die Rollen sind hart umkämpft und die Konkurrenz schläft nicht. Um im Geschäft zu bleiben, ist einiges nötig. Und so hat sich nicht nur die ein oder andere, sondern auch der ein oder andere bereits unters Messer gelegt. Fettabsaugen, Brüste straffen, Nase korrigieren und das Lächeln richten: All das sind beliebte Eingriffe der Stars, die nicht mal mehr abgestritten werden. Das ist auch in Ordnung – schließlich tut das jeder und die Bilder sprechen oft eine eindeutige Sprache: Leugnen zwecklos.

Busen: Straffer, größer, kleiner

Der Busen ist dabei die Baustelle Nummer Eins. Im Jahr 2015 wurden weltweit 1.489.000 Brustvergrößerungen durchgeführt, 423.100 Brustverkleinerungen und 512.248 Bruststraffungen. Auch die Promidamen zählen in diese Statistik und ohne dass sie darüber gesprochen hätten, zählen (höchst wahrscheinlich) auch Größen wie Victoria Beckham (42), Christina Aguilera (35) und Taylor Swift (26) dazu. Auch Angelina Jolie (41) hat sich an den Brüsten operieren lassen, was jedoch gesundheitliche Gründe hatte. Die erfolgreiche Schauspielerin hatte durch einen Gen-Defekt ein besonders hohes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, weswegen sie sich vorsorglich ihre natürliche Oberweite hat abnehmen und neu aufbauen lassen. Zu so einem Schritt braucht es viel Mut, den sie definitiv bewiesen hat.

Wie sie nach ihrem Eingriff in der New York Times schrieb, ging es ihr vor allem auch darum, anderen Frauen Mut zu machen, diesen Schritt zu wagen. An Brustkrebs zu sterben, wie knapp 500.000 Frauen es jedes Jahr tun müssen, ist keine Alternative zu der im Vergleich kleinen Operation. Dank der fortgeschrittenen Operationstechnik lässt sich eine Narben- und vor allem Risiko-freie Brust aufbauen, die ihre Trägerin vor dem Krebsleiden bewahrt. Das Engagement der weiblichen Ikone ist bewundernswert und findet international große Anerkennung.

Lächeln: Bitte recht freundlich

Das Lächeln: Aushängeschild einer jeden Hollywood-Schönheit. Dass Bleaching und andere Eingriffe an den Zähnen in den USA weit verbreitet sind, ist längst bekannt. Wer ständig in Kameras lächelt, hat natürlich ein besonders hohes Interesse daran, mit strahlend weißen (und geraden!) Zähnen punkten zu können. Das dachte sich auch der ein oder andere Hollywood-Star, wie Zac Efron (28), Dakota Fanning (22) und Matthew Lewis (27), die allesamt mit neuem Lächeln strahlen.

Auch in Deutschland sind Korrekturen an den Zähnen keine Seltenheit mehr. Knapp die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen muss irgendwann zu einer Kieferorthopädischen Behandlung, die tatsächlich guten Erfolg verspricht. Ein späteres Richten ist zwar möglich, aber mit enorm hohen Kosten verbunden: Womit Stars und Sternchen aber wohl nur selten ein Problem haben. Die US-amerikanischen Bleaching-Methoden sind in Deutschland zwar nicht zugänglich, aber eine professionelle Zahnreinigung hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die optische Erscheinung der Zähne. Zumindest Ablagerungen von Kaffee, Tee und Nikotin können auf diese Weise entfernt werden. So werden die Zähne nicht durch aggressive Mittel angegriffen und gleichzeitig gesund gehalten. Zahnärzte empfehlen die Behandlung übrigens zwei Mal im Jahr, um Entzündungen vorzubeugen.

Nase: Mehr als gedacht

Die Nasenkorrektur steht auf Platz fünf der weltweit am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen.  730.287 wurden alleine in 2015 durchgeführt. Mitten im Gesicht ist es unausweichlich, immer darauf zu schauen und das gängige Schönheitsideal ist eine schlanke, nicht zu große Nase, die an der Spitze leicht gerundet, dabei aber nicht zu flach ist oder zu weit ausläuft. Das hat nicht jeder von Geburt an und da sich viele durchaus schwer damit tun, die Nase Nase sein zu lassen und den natürlichen Look zu lieben, kommt es häufig zu dieser Art von OP. Auch diese Promi Damen ließen den Doktor einen Nose Job durchführen: Blake Lively, Kate Winslet, Lady Gaga, Megan Fox oder Bella Hadid.

Ob es für die Karriere notwendig war oder doch ein privates Anliegen, ist nicht immer ersichtlich. Aber solange die OP gut verläuft, wird sie wohl den gewünschten Effekt für die Trägerin des neu modellierten Stücks haben.  

Beine: Lang und dünn, aber nicht gebrochen

Bei den häufigsten Problemzonen liegen die Beine mit Bauch und Po recht gleich auf. Fettabsaugungen sind hier nicht unüblich. 1.394.588 werden in jedem Jahr durchgeführt, die meisten übrigens in den USA und Brasilien. Auch das deutsche Promi-Sternchen Micaela Schäfer hat das schon hinter sich, einen Teil davon ließ sie sich jedoch in den Hintern spritzen, um perfektere Rundungen zu kreieren. Die Beine gehören zu den beliebtesten Stellen dafür, um den Trend „Thigh Gap“ zu erreichen.

Was bisher noch nicht bekannt wurde, ist eine mögliche Beinverlängerung der Stars. Der extrem schmerzhafte Prozess geht über mehr als sechs Monate und wurde in Russland ursprünglich dazu entwickelt, Fehlstellungen zu korrigieren. Bis zu 20 Zentimeter können durch die Qual erreicht werden, die häufiger durchgeführt wird, als vielleicht angenommen: Die meisten „Patienten“ halten ihre Operation nämlich geheim. Größe hat schließlich oftmals etwas mit Stolz zu tun – ein Glück, dass es High Heels gibt.

Bauch: Sixpack statt Schwangerschaftsgerüchten

Ein flacher Bauch, Figur-Optimum Nummer Eins, das bei Nicht-Erfüllung gerne mal zu Schwangerschaftsgerüchten gereicht. Der aktuelle Fitnesstrend sorgt umso mehr dafür, dass sich alle nach einem Waschbrettbauch sehnen. Aber wer erarbeitet sich den Sixpack und wer lässt ihn sich implantieren?

Niemand, so hoffen wir. Denn die meisten Stars stecken harte Arbeit in ihren Körper, haben Ernährungscoachs und Personaltrainer, die dafür sorgen, dass alles an Ort und Stelle bleibt. Und auch wenn sich zwischen beiden Parteien eine Hassliebe einstellt, so ist doch bestimmt der Sixpack echt, wenn denn vorhanden. Fettabsaugungen finden häufig um den Bauch herum statt und die letzten Pölsterchen werden gerne operativ entfernt – aber diesen Wunsch hatten wohl viele schon einmal.

Po: Workouts für Brazilian Butts?

Jennifer Lopez ist für trotz klasse Stimme und Schauspieltalent vor allem für eins berühmt: ihren Hintern. J.Lo’s Knackarsch ist dabei das Markenzeichen und vielleicht das bekannteste Körperteil Hollywoods. Operationsgerüchte wehrte sie immer wieder ab, Workouts sind stattdessen die Lösung, auch für Kim Kardashian und ihre kleine Schwester Khloé.

In Brasilien sieht das anders aus, für den Brazilian Butt legen sich jährlich tausende Frauen unters Messer: 2015 waren es über 55.000 Frauen, die sich mit Fett den Hintern aufpolstern ließen, um dem Schönheitsideal des runden vollen Hinterns zu entsprechen. Der Trend ist gefährlich, denn wer sein Ziel nicht durch Sport erreicht, aber kein Geld für die teure OP hinlegen möchte, begibt sich gerne in die Hände von unseriösen Anbietern. 

Es wird deutlich: die Stars und Sternchen haben hin und wieder ein recht lockeres Verhältnis zum Thema Schönheits-OP. Denn dort, wo Optimierungsbedarf besteht und genügend Geld vorhanden ist, kann schließlich ohne Bedenken nachgeholfen werden. Leider gehen nicht alle Eingriffe immer glimpflich aus: Oft ist von Botox-Unfällen zu hören, die dazu führen, dass das Gesicht lahm und starr aussieht. Ergebnis ist häufig genug ein verpfuschter Look, der an das Gruselkabinett erinnert. In solchen Fällen möchte man den Betroffenen allzu gerne zurufen: Bleibt euch selbst treu und steht zu den Makeln, die in den Augen anderer Leute oftmals gar keine sind. Allerdings ist Schönheit nun mal eine sehr subjektive Angelegenheit.