Von Nils Reschke 0
Champions League

Bayern München nach dem Triumph: „Wir sind tot, aber überglücklich“

Die Magie in Madrid versprühte Gastgeber Real nur eine Viertelstunde lang. Dann kam der FC Bayern München zurück und sicherte sich in einem packenden und dramatischen Spiel den Einzug in das Finale. Promipool.de hat sich umgehört und sammelte Emotionen und Meinungen dieses unglaublichen Abends in der Champions League ein.


Die 120 Minuten Hochspannung und Dramatik stand nach dem finalen Schuss von Bastian Schweinsteiger noch allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Nur ein Mal kräftig durchatmen war da beileibe nicht ausreichend. Als einer der ersten fand Karl-Heinz Rummenigge die Worte wieder. Doch der Vorstandschef der Bayern irrte, als er die Partie mit „Fußball auf allerbestem, höchstem Niveau“ adelte. Bei aller Spannung – beiden Mannschaften unterliefen in der Defensive, aber auch im Spielaufbau und vor dem gegnerischen Tor zu viele, zum Teil haarsträubende Stockfehler, so dass nach dieser tollen Partie gesagt werden musste: Es wäre sogar noch besser gegangen. Dramatischer aber wohl kaum. Recht hatte Rummenigge, als er meinte, die Mannschaft habe sich „ein Riesenkompliment“ verdient.

Treffender beschrieb der Bundestrainer das Rückspiel des Halbfinales: „Es war ein außergewöhnliches Spiel. Es ist alles passiert, was man sich vorstellen kann. Ein unglaubliches Spiel, hohes Niveau, hohe Intensität. Das war ein historischer Sieg heute“, sagte Joachim Löw hinterher auf Sky. Während Uli Hoeneß „dachte, ich sterbe“, als Kapitän Philipp Lahm den zweiten Elfmeter verschoss, war auch Bastian Schweinsteiger „tot, aber überglücklich“. Er habe nur im Kopf gehabt, den Ball reinzumachen. Und „Schweini“, den Jupp Heynckes nicht vorzeitig ausgewechselt hatte, quälte sich noch weit von seiner Bestform entfernt durch die 120 Minuten. Auch das verdiente Respekt.

Nach den Jubelszenen auf dem Platz im Estadio Santiago Bernabeu betrat dann schließlich der Übungsleiter das Fernsehstudio. Jupp Heynckes hat in seiner Karriere als Spieler und Trainer schon viel erlebt. Er ordnete diesen Erfolg als „magische Nacht“ ein, in dem seine Mannschaft „über weite Strecken überragenden Fußball geboten“ habe. Und wie bewertete der Held im Elfmeterschießen die Dramatik von Madrid? Manuel Neuer blieb ganz cool, war fast schon die Ruhe selbst: „Ich wollte unbedingt die Elfmeter halten. Das Glück spielt natürlich auch eine Rolle. Schön, dass wir noch zwei Finalspiele haben.“

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