Von Nils Reschke 0
Tragödie in Aurora

Batman-Darsteller Christian Bale besucht die Verletzten des Amoklaufs

Über das spektakuläre Finale der Batman-Trilogie wird wohl für alle Zeiten ein schwarzer Schleier hängen, denn der Amoklauf bei einer US-Premiere in Aurora wird für immer im Zusammenhang stehen mit „The Dark Knight Rises“.


Der offizielle Filmstart von „The Dark Knight Rises“ ist zwar erst am Donnerstag, dennoch liefen in zahlreichen Kinos der Republik schon einige Vorpremieren des dritten Teils der Batman-Trilogie – und zwar unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Der Amoklauf von Aurora bleibt somit auch in Deutschland ein Thema. Hauptdarsteller Christian Bale nutzte derweil die Zeit, um sich nach Aurora aufzumachen, wo er nicht nur die Gedenkstätte der Tragödie nahe des Kinos aufsuchte, sondern im hiesigen Krankenhaus auch die Verletzten der Blutat.

„Wir hoffen, dass sein Besuch heilsam für die Patienten war“, meinte Bill Voloch, der Leiter der Klinik, in der die Verletzten untergebracht sind. „Es war gut für sie.“ Christian Bale war mit seiner Frau Sibi Blazic in den US-Bundestaat Colorado nahe Denver gereist, wo er sich rund zweieinhalb Stunden Zeit nahm, um Gespräche nicht nur mit den Verletzten, sondern auch mit dem Pflegepersonal der Klinik zu führen. Der 38-Jährige habe aus freiem Willen gehandelt. Die ganze Aktion, die sicherlich sehr zu begrüßen ist, sei keineswegs auf Wunsch des verantwortlichen Filmstudios Warner Bros. geschehen. Zuvor hatte bereits US-Präsident Barack Obama die Verletzten in Aurora besucht.

James Holmes, der mutmaßliche Amokschütze der Bluttat, war am vergangenen Freitag bei der Premiere des Batman-Movies bewaffnet in die Vorstellung gestürmt und eröffnete sofort das Feuer. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben, 58 weitere Menschen wurde verletzt. Nicht nur bei seiner Tat soll Holmes apathisch reagiert haben, auch in der Gefangenschaft verhält er sich bisweilen auffällig. Gefängniswärter wurden von ihm schon mehrere Male bespuckt, berichtet beispielsweise der Fernsehsender ABC. Der verantwortliche Richter des Prozesses, William Sylvester, stimmte derweil dem Antrag der Verteidigung bei, keine Kameras zuzulassen, wenn am kommenden Montag die Anklageschrift verlesen wird. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Todesstrafe gefordert werden soll.


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