Von Nils Reschke 0
Schlagermove 2012

Bata Ilic und seine Michaela Teil einer großen Party

In der Hansestadt herrscht bekanntlich nicht selten so richtig norddeutsches „Schietwetter“. Gut waren die Wettervorhersagen für den Samstag auch dieses Mal nicht. Aber das hielt rund eine halbe Millionen Menschen nicht davon ab, zum 16. Schlagermove nach Hamburg zu kommen.


Der deutsche Schlager eignet sich eben noch am besten, um für Stimmung zu sorgen und so richtig Party zu machen. Diejenigen, die immer wieder kommen, erinnern sich noch gerne an das vergangene Jahr, als es wie aus Eimern goss und der König von Mallorca, Jürgen Drews, wirklich alles gab, damit der Schlagermove nicht buchstäblich ins Wasser fiel.

Dieses Mal hielt sich das Wetter in der Hansestadt zumindest zeitweise. Und so wurde die Route entlang der Reeperbahn, dem Fischmark oder den Landungsbrücken als prächtige Kulisse eine einzige, große Partymeile, auf der ausgiebig und bunt kostümiert gefeiert wurde zu den Klängen, die der deutsche Schlager so hergibt. Natürlich durften auch die Helden vergangener Tage nicht fehlen, die sich auf den Trucks platziert hatten und die Stimmung zusätzlich einheizten. Angefangen von Cindy, bekannt aus dem Duo Cindy und Bert, wollten die Fans am Straßenrand aber noch lange nicht an den morgigen Tag denken, denn „Immer Wieder Sonntags“ kommt bekanntlich die Erinnerung.

Auf Truck Nummer 22 hatte es sich nicht nur der Bösewicht aus der Lindenstraße, Olli Klatt alias Willi Herren bequem gemacht, sondern auch Peter Petrel, der sich so gar nicht an einen seiner großen Erfolge halten wollte: „Ich fahr' so gerne Rad“ hieß der. Vom Danceliner Party Truck winkte freundlich Olivia Jones, Hamburgs bekannteste Drag Queen. Und spätestens wenn der Gute Laune TV Truck mit der Nummer 45 an den Schlagerfans vorbeizog, kannte die Grölerei kein Ende mehr. „Michaeeeeela!“ schallte es Bata Ilic entgegen. Der genoss diesen Auftritt sichtlich und ist einfach nicht klein zu kriegen, trotz des mittlerweile hohen Alters. Schlager hält eben auch jung. Und fast noch besser: Während der kompletten Veranstaltung ging es friedlich zu. Hamburg war eben eine einzige Partymeile während dieses Schlagermoves, der – das ist jetzt schon sicher – auch 2013 und 2014 fortgesetzt wird.


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