Von Nils Reschke 0
Medal of Freedom

Barack Obama verleiht Bob Dylan die Freiheits-Medaille

Nein, geheuer sind ihm solche Veranstaltungen nach wie vor nicht. Doch Bob Dylan ließ sie über sich ergehen, fast regungslos, und bekam vom US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus die Freiheits-Medaille verliehen.


Im Sommer kehrt Bob Dylan auch nach Deutschland zurück. In Berlin (2. Juli), Dresden (3. Juli), Bonn (4. Juli) und Bad Mergentheim (6. Juli) spielt der Altmeister des Folkrocks vier Konzerte in der Republik – und er wird sie mit einer ganz besonderen Auszeichnung vortragen. Denn von Barack Obama, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, erhielt der bisweilen sehr eigensinnige Musiker die Freiheits-Medaille verliehen. Für einen Bürgerlichen ist das die höchste Auszeichnung überhaupt, die in den USA verliehen wird.

Damit tritt Bob Dylan unter anderem auch in die Fußstapfen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die diese Auszeichnung im vergangenen Jahr erhalten hatte. Als seine Lobesrede für die „Medal of Freedom“ vorgetragen wurde, saß Bob Dylan regungslos da. Irgendwie so, als sei ihm dieses ganze Brimborium um seine eigene Person unheimlich oder gar zuwider. Als Dylan vor zwei Jahren das letzte Mal Gast im Weißen Haus war, hatte er sich nach einem kurzen Konzert und Shake Hands mit dem Präsidenten schnell von der Bühne geschlichen. Das ging dieses Mal natürlich nicht.

Barack Obama betonte in seiner Laudatio, dass es neben Bob Dylan keinen „größeren Giganten in der amerikanischen Musik“ gebe. Und dann outete sich der US-Präsident auch noch als „einer seiner größten Fans“. Gerade eben erst hat Bob Dylan die Arbeiten an seinem mittlerweile 35. Studioalbum nahezu abgeschlossen. Der Titel des Albums und ein Veröffentlichungstermin sind allerdings noch nicht bekannt. Dylan wurde mit zwölf weiteren Prominenten im Weißen Haus mit der „Medal of Freedom“ geehrt. Die Auszeichnung richtet sich an Menschen, die sich in besonders lobenswerter Weise verdient gemacht haben für den Weltfrieden, Kultur oder nationalen Interessen der USA.


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