Von Mark Read 0

Barack Obama: Mit Guinness zurück zu den irischen Wurzeln


Für das kleine irische Dorf Moneygall war es das wohl bedeutendste Ereignis seiner Geschichte. Am gestrigen Montag besuchte US-Präsident Barack Obama im Rahmen seiner Europareise die 300-Seelen-Gemeinde im Herzen Irlands und begab sich so auf die Spuren seiner Vorfahren. Stilecht trank der Präsident sogar ein Glas Guinness im örtlichen Pub.

Obamas Ur-Ur-Urgroßvater Falmouth Kearney war im Jahr 1850 von Moneygall aus in die USA ausgewandert. Wie so viele seiner Landsleute floh er vor der Hungersnot jener Jahre und baute sich im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" eine neue Existenz auf.

Heute leben in Moneygall noch 300 Einwohner, darunter Henry Healy, der Cousin achten Grades des heutigen US-Präsidenten. Er empfing den wichtigsten Staatsmann der Welt auch persönlich. Insgesamt waren 5000 Leute auf der Straße und jubelten Barack und Michelle Obama zu, als sie von Dublin aus in den Ort einfuhren.

Die Obamas nahmen sich Zeit, schüttelten vielen Leuten die Hand, besichtigten das Haus, in dem Falmouth Kearney vor seiner Emigration lebte und gingen anschließend in Ollie Hayes' Pub an der Hauptstraße. Dort tranken sie stilecht ein Glas Guinness, nicht ohne den traditionellen irischen Trinkspruch "slainte" auszurufen.

Allerdings endete der Irland-Besuch des US-Präsidenten früher als geplant. Eigentlich wollte Obama die Nacht noch in Dublin verbringen, allerdings machte ihm die von Island kommende Aschewolke einen Strich durch die Rechnung. Schon gestern Abend ging es weiter nach London, zum nächsten Halt der Europareise.


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