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100 Jahre Vogue!

Ausstellung: 100 Jahre Vogue und Condé Nast Verlag

Vogue steht für jedes Modegefühl, was jemals irgendwo erlebt wurde. Von absolut märchenhaft, verzaubert bis zum provokativen Antichrist - keiner Modestrecke in diesem Magazin hat es jemals an Ausdruck gefehlt oder hat es jemals nicht geschafft, den Kunstcharakter der Mode ins rechte Licht zu rücken. Wo wären wir ohne Vogue und die modischen Ergüsse der Chefredakteurinnen wie Carine Roitfeld oder Anna Wintour?


Unter dem Namen: "Zeitlos schön – 100 Jahre Modefotografie von Man Ray bis Mario Testino" findet die AUstellung vom 18. August bis 28. Oktober im C/O Berlin in der Oranienburger Str 35/36 statt.

"Ein Modefoto ist nicht das Foto eines Kleids – es ist das Foto einer Frau."

Mit diesem Satz formuliert Alexander Liberman, der über viele Jahre hinweg amtierende Art Director der amerikanischen VOGUE und spätere Redaktionsleiter des gesamten Condé Nast Verlags, die Essenz der Modefotografie. Es geht um Identifizierung der Frau mit dem Modebild. Sie soll sich selbst sehen und die Möglichkeiten wahrnehmen, die sich am Horizont noch vor ihr ausstrecken. Diese Vermittlung erfolgt durch die Modestrecken und werden durch den Fotograf, das Model, die Redakteure, den Art Director und vor allem durch die Inszenierung wach gerufen.

Mode ist eine Kunstform, die die Wünsche und Sehnsüchte jeder Generation, jeder Strömung wiedergibt, verformt, dekonstruiert und in einem neuen Licht wiedergeben kann. Zudem können Ideen, Vorstellungen, Wünsche und Träume in der Mode überdauern und an dem Alten festhalten, es mit der Moderne in Einklang bringen und wiederrum transformieren. Dieses Überdauern macht manche Kreationen der Mode zu Überlebenden, zu von der Zeit losgelösten pregnanten Ausdrucksformen. Durch die Vermischung von Mode und Modefotografie kommen hier zwei Indikatoren zum Einsatz, die zum einen die Vergänglichkeit der Ideen unterstreichen und zum anderen doch die Ästehtik der Werke als unantastbare Phänomene überdauern lassen.

Trotzdem ist gerade die progressive Schnelllebigkeit, das Wechselbad der Gefühle, das in der Zeit immanent ist, ein nicht auszulöschender Faktor, dem auch die Modefotografie unterliegt. Doch was alles mit einem Foto, mit einem Kleid gesagt werden kann, ist meistens das, wovon viele nicht einmal zu träumen wagen. (Zitat Diane Veerland, Chef-Redakteurin der amerikanischen Vogue in den 60-Jahren: „Gib den Menschen nicht, was sie wollen, gib ihnen, wovon sie nie zu träumen wagten.“)

In der Ausstellung erfährt man die vielen Indikatoren, die bei Vogue und dem Condé Nast Verlag zusammenwirkten, um ein so kraftvoll wirkendes Bild zu kreieren, dass bis heute noch unangefochten bleibt. Die Vogue ist und bleibt DAS Modemagazin.


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