Von Kati Pierson 3
Spendengala im MDR voller Erfolg

Auch Helene Fischer & Andrea Berg kämpfen "Gemeinsam gegen die Flut"

"Gemeinsam gegen die Flut" kämpften Sonntagabend im MDR Inka Bause, Axel Bulthaupt, Politiker, Musiker, Schauspieler und Sportler. In einer Sondersendung des MDR riefen die Stars auf zu spenden.


Inka Bause und Axel Bulthaupt begrüßten am Sonntagabend live aus Leipzig die Fernsehzuschauer des MDR. Dreieinhalb Stunden forderten sie und ihre prominenten Gäste immer wieder auf die Spendenhotline zu wählen. Trotz der gigantischen Summe von über 3,5 Millionen Euro waren sich Inka und Axel am Ende einig: "Zu so einem Anlass möchte ich Dich nicht wieder sehen!" sagte die Moderatorin in weiß und der Moderator in schwarz stimmte ihr zu.

Deutschland spendet, spendet, spendet

Peter Maffay legt nach seinem Konzert in Leipzig 100.000 Euro in die Spendenkasse. Marco Huck begleitet kurzer Hand nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung Henry Maske zur Spendengala und spendet spontan 10.000 Euro. Sein Promoter Sauerland findet das "super" und legt noch einmal die gleiche Summe oben drauf. Santiano geben am 27.06. in Halle an der Saale ein Benefizkonzert.

Aber nicht nur die Stars aus Musik, Sport und Fernsehen sind willig zu Spenden. Die größte Spende des Abends kommt von Günther Papenburg, dem Bauunternehmer und Leiter der Papenburg AG. 500.000 Euro, die eigentlich für das Firmenjubiläum verwendet werden sollten, fließen in den Spendentopf. Aber er tut noch mehr. Es war ein Konzert zum Jubiläum mit Udo Jürgens geplant. Dieses wird jetzt zu einem Benefizkonzert.

Viele Videoschaltungen von Stars, die nicht vor Ort sein konnten

Stars die am Abend nicht vor Ort sein können, werden per Video zugeschalten. So mobilisieren auch Andreas Gabalier, Andrea Berg, Helene Fischer, Olaf Schubert, Michael Mittermeier, Guido Cantz, Karl Moik, Lena Valaitis und Santiano ihre Fans. Die Anteilnahme unter den Comedians, Musikern, Schauspielern, Sportlern und Politikern ist überwältigend.

Großes Lob für Social Media Kanäle

Zum ersten Mal wurden bei einer Naturkatastrophe in Deutschland die Sozialen Netzwerke einbezogen. Einige "Pioniere" erstellten in Eigenregie Facebook Seiten. Auf diesen teilen sie Hilfegesuche und -angebote. Es entsteht eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden. Die Sozialen Netzwerke machen ihrem Namen alle Ehre und jetzt müssen auch die letzten Skeptiker klein bei geben.

Stars rufen zum Spenden auf und nehmen diese am Telefon entgegen

In Leipzig geben sich bei Inka Bause und Axel Bulthaupt die Stars nicht die Klinke sondern die Telefonhörer in die Hand. Aber auch auf der Bühne sangen diese am Sonntagabend. Ute Freudenberg brachte es nach ihrem Titel "Wolken ziehen weiter" auf den Punkt: "Ich weiß das aus vielen Gesprächen, dass die Menschen aus solchen Lieder sehr viel Kraft ziehen, damit es der Seele wieder gut geht!" und appellierte dann an ihre "Landsleute" zu spenden.

Musikalisch eröffnet aber eine andere Band den Abend. Karat besang den "Blauen Planeten". Glasperlenspiel ermutigte mit "Ihr könnt was bewegen". Linda Hesse flehte "Komm bitte nicht". "August 2002" hofften die Puhdys nie wieder singen zu müssen. Seit Sonntagabend hoffen sie es erneut! Dirk Michaelis sang "Als ich fortging" und Inka Bause appellierte "Bitte gehen sie nicht fort". Christina Stürmer sah "Millionen Lichter". Frank Schöbel ist immer noch "Einer von uns". Gleis 8 mit Frontfrau Anna R. wünschte sich "Geh nicht (kaputt)". Die Formation Silly schenkte uns das "Vaterland". Peter Maffay und Karat wussten "Über sieben Brücken musst Du gehn".

Rekordsumme von 3,5 Millionen Euro - Hotline noch geschalten

Neben den Musikern waren auch namhafte Sportler, Politiker und Fernsehlieblinge an den Telefonen darunter Eiskunstläuferin Katharina Witt, Boxer Henry Maske, Boxer Marco Huck, Tom Pauls, Entertainer Uta Bresan und Florian Silbereisen.

3,5 Millionen Euro sind an diesem Abend zusammengekommen. Sendung ist Vergangenheit, aber die Flut noch lange nicht. Wenn auch sie noch spenden möchten, dann können sie die Spendenhotline auch heute noch wählen. Bis zum nächsten Sonntag, den 16. Juni ist folgende Nummer noch geschalten:

(01802) 25 25 30 (pro Anruf Festnetz 6 Cent, bei Mobilanrufen höhere Kosten möglich).


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Klaus Heuer 12. Jun. - 19:28 Uhr

Wenn die Not mit Worten kaum noch zu beschreiben ist und die Zukunftsängste die Hoffnung auf Besserung schwinden lassen, ist die Solidarität der " Betroffenen" am stärksten und die der "Nicht-Betroffenen" spenden für ihre Landsleute in dem Bewusstsein: Wie sehr würde ich die Hilfe Anderer erhoffen, wenn m-e-i-n- Hab und Gut in den Fluten versunken wäre???
In dieser Situation sollte niemand egoistisch denken und handeln. Zusammenhalt und Solidarität ist gefragt! Die nächste Hochwasserwelle kommt bestimmt! In der Zeit dazwischen sollten s-o-f-o-r-t alle bisher verhinderten aber notwendigen Maßnahmen dafür genutzt werden, dass die Flüsse sich wie ursprünglich ihren Weg in die ehemaligen Flussauen ausbreiten können, neue Baugebiete in den Gefahrenzonen müssen verhindert werden und dem Hochwasserschutz dienende Planungsverfahren sollten unbedingt beschleunigt werden. Unnötigen Bürokratismus darf es nicht mehr geben!!
Alles andere wäre um ein Vielfaches teurer!!!
Für die Bankenrettung, den jetzt beginnenden „Wahlkampf“, für die Aufklärung von Steuergeldmissbrauch des Bundes der Steuerzahler sowie des Bundesrechnungshofes wäre genügend Geld vorhanden, wünschenswert und von den Bürgern mit viel Zustimmung begleitet!!!
Zum Nachdenken und Handeln empfohlen!

Gabriela Gruner 11. Jun. - 16:15 Uhr

ich möchte mich an alle helfer bedanken,in ganz deutschland

pinkgela 11. Jun. - 10:18 Uhr

super super diese solidarität ob bekannt oder unbekannt alle sind dabei schön sehr schön ,wenn es doch immer so bliebe danke danke danke

08. Dez. - 16:59 Uhr

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