Von Nils Reschke 0
Spot mit Folgen

Ashton Kutcher nimmt Inder auf die Schippe: User sind empört

Nicht jede Marketing-Maßnahme greift und kommt bei den Verbrauchern an. Besonders im Internet ist es ein schmaler Grat, auf dem die Hersteller da bisweilen wandern. So wie auch im neuen Spot mit Ashton Kutcher, der für Empörung sorgte.


Grund zur Freude dürfte US-Schauspieler Ashton Kutcher eigentlich genug haben. Denn gerade eben erst wurde sein Engagement für die Sitcom „Two and a Half Men“ verlängert. Dennoch dürfte sich der 34-Jährige zuletzt nicht wohl in seiner Haut gefühlt haben. Schuld ist ein Werbespot, auf den ein regelrechter Shitstorm einprasselte. Die Macher ruderten nun zurück und stellten das fragwürdige Video, das auf YouTube und Facebook veröffentlicht worden war, wieder offline. Besser ist das.

Was war aber eigentlich genau geschehen? Eigentlich sollte es nur ein lustiger Spot für einen US-amerikanischen Hersteller von Kartoffelchips werden. Ashton Kutcher ist darin braun geschminkt zu sehen, spricht diesen typisch indischen Akzent und mimt den Bollywood-Produzenten Raj. Was als Parodie gedacht war, entpuppte sich als Flop. Auch Prominente machten mobil gegen den Spot, der für viele ein Stück zu weit geht. Etwa der Rapper Das Racist, der postete: „Nehmt den Mist aus dem Netz und entschuldigt euch.“ Im Zuge des Shitstorms ließen sich viele weniger Prominente nicht lange bitten, um E-Mail und Telefonnummer des Kartoffelchips-Herstellers zu veröffentlichen: Dort könne man sich beschweren.

Und was sagen die Verantwortlichen bei Hersteller Popchips dazu? In einer öffentlichen Stellungnahme hieß es, das neue Dating-Video sei produziert worden, um einige Lacher zu provozieren. Es sei aber niemals beabsichtigt gewesen,  jemanden zu beleidigen. Peinlich für Popchips, peinlich auch für Ashton Kutcher, der nicht das erste Mal in die böse Internet-Falle tappte. Auf Twitter beschwerte sich der US-Schauspieler lauthals über die Entlassung von Football-Coach Joe Paterno. Was Kutcher da scheinbar noch nicht wusste: Bei Paternos Rauswurf stand der Vorwurf von sexuellen Handlungen mit einem minderjährigen Jungen im Raum.


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