Von Mark Read 0

ARD-Radiosender boykottieren Pietro Lombardi und Sarah Engels


Die "Bild"-Zeitung wittert schon einen Skandal, und das vielleicht ausnahmsweise zu Recht. Obwohl die "Call My Name"-Singles der DSDS-Finalisten Pietro Lombardi und Sarah Engels auf Platz 1 und 2 der Hitparade stehen, wurden sie in den öffentlich-rechtlichen Radiostationen überhaupt nicht gespielt. Da ist sogar die Politik alarmiert.

Der von Dieter Bohlen produzierte Song "Call My Name" erschien in zwei Fassungen, eine von DSDS-Gewinner Pietro Lombardi und eine von seiner Finalgegnerin Sarah Engels. Beide verkauften sich zusammen innerhalb von zehn Tagen über 400.000 Mal, Pietro liegt nun vor seiner Freundin auf Platz eins der Charts.

Trotzdem: Die öffentlich-rechtlichen, gebührenfinanzierten Radiosender weigern sich, den Song zu spielen. In der vergangenen Woche lief er weder auf NDR, noch auf WDR, SWR oder im BR. Selbst die Jugendsender 1LIVE und JUMP ließen "Call My Name" kein einziges Mal über den Äther laufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass es Lieder von DSDS-Sieger in den ARD-Radiostationen schwer haben. Offiziell begründen die Vorsitzenden dies mit dem Geschmack ihrer Hörer, der eben anders geartet ist als der von Privatradio-Hörern. Doch das genügt der Politik nicht. Burkhardt Müller-Sörksen, der medienpolitische Sprecher der FDP, fordert: "Kein Generalverdacht gegenüber Liedern aus Dieter Bohlens Feder. Die Öffentlich-Rechtlichen dürfen die Nr.-1-Hits ihren Hörern nicht vorenthalten."

CDU-Medienexperte Thomas Jarzombek glaubt gar an ein "Nachtreten gegen die erfolgreiche private Konkurrenz". DSDS-Juror Dieter Bohlen, aus dessen Feder "Call My Name" stammt, zeigt sich gegenüber der "Bild" ratlos: "Wir könnten 500 Jahre auf Nummer 1 sein, die ARD würde uns trotzdem nicht spielen. Das empfinde ich über alle Maßen als unfair. Es ist kein Zufall, dass wir im ARD-Radio nicht stattfinden. Das ist Meinungsdiktat. Und wir alle zahlen dafür noch Zwangsgebühren."

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