Von Nils Reschke 0
Fußball-Talk

ARD: Eine Dreierkette ersetzt "Waldis Club"

Mit einem Interview, in dem der ehemalige Teamchef Rudi Völler wie ein Vulkan explodierte, erreichte Waldemar Hartmann einst Kultstatus. Doch „Waldis Club“ läuft demnächst nur noch ohne „Waldi“, der das Handtuch schmiss. Die ARD probiert es deswegen nun mit einer Dreierkette.


Eigentlich lief „Waldis Club“ ja immer beachtlich gut. Die Quoten waren – angesichts der meist späten Stunde – mehr als ordentlich, der seichte Talk nach einem Fußballmatch der deutschen Nationalmannschaft mit Waldemar Hartmann als Moderator und verschiedenen Gästen nicht nur aus der Welt des runden Leders kam gut an beim TV-Zuschauer. Doch nach der EM 2012 in Polen und der Ukraine schmiss „Waldi“ dann dennoch hin. Die ARD wollte den Vertrag für seinen „Club“ nur um ein Jahr verlängern. Hartmann fand, dass man den Erfolg der Sendung nicht ausreichend würdige.

Zwar muss das Erste fortan ohne den populären Sport-Moderator auskommen, nicht aber ohne die unterhaltsame Fußball-Analyse, bei der Comedian Matze Knop stets Stammgast war, meist in die Rolle des Kult-Kaisers Franz Beckenbauer schlüpfte. Denn gleich drei Moderatoren sollen „Waldi“ ersetzen: Matthias Opdenhövel, dem das ohne weiteres auch zuzutrauen ist, Gerhard Delling, redegewandter Experte – und Reinhold Beckmann, erprobt durch eine eigene Talkshow. Sie werden sich nach den Spielen der deutschen Nationalmannschaft künftig abwechseln.

Den Anfang macht Matthias Opdenhövel dann am 11. September, wenn es darum geht, die deutsche Leistung in der WM-Qualifikation gegen Österreich mit einer Prise Humor und nicht ganz so bierernst auf den Grund zu gehen. Gerhard Delling ist am 16. Oktober dran, wenn Jogis Löwen zuvor auf Schweden getroffen sind. Reinhold Beckmann lädt zum „Club“ nach dem Match gegen die Niederlande am 14. November. Warten wir also gespannt ab, ob einer oder gleich alle drei den Talk genau so charmant wie einst „Waldi“ Hartmann in die deutschen Wohnzimmer transportieren.


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