Von Victoria Heider 0
Server lahmgelegt

ARD App-Show „Quizduell“: Hackerangriff verursacht Totalausfall

Immer auf der Suche nach dem jungen Publikum wollte die ARD mit der Fernsehadaption der App „Quizduell“, die relevanten Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren beeindrucken. Aber durch einen hinterhältigen Hackerangriff geriet die Show ins Wanken und steht statt jugendlichem Flair nun eher für Pleiten, Pech und Pannen.

Es sollte der große Auftakt einer TV-Revolution sein, wurde aber zu einem absoluten Desaster. Gestern lief die erste Folge von „Quizduell“, eine Spielshow, die auf einer Smartphone-App basiert.

Das lief schief

In der Sendung tritt eine Kandidatengruppe im Studio gegen Zuschauer zu Hause an. Diese können dank einer eigens konzipierten App beim Ratespaß live mitmachen. Oder besser gesagt sie hätten es gekonnt, hätten nicht ein paar Hacker die App funktionsunfähig gemacht. Sie hatten die Server zum erliegen gebracht und so war es für die Zuschauer nicht möglich, eine Verbindung mit der App aufzubauen.

Um trotz dieser Komplettstörung die Sendung abhalten zu können, griff Moderator Jörg Pilawa (48) kurzerhand auf die Studiogäste zurück. Diese bewiesen sich als würdig und besiegten die Kandidaten, ein Lehrerteam aus Tostedt.

Pilawa wendet sich an die Hacker

Pilawa selbst kommentierte das Fiasko am Ende der Sendung gewohnt weltmännisch. "Das war der Versuch, die App ins Fernsehen zu holen. Das ging komplett in die Hose. Das ist Technik", wird er von der "Zeit" zitiert. Und da er guten Willen zeigen wollte, lud er die Übeltäter sogar noch als Kandidaten ein und sagte ihnen zu, dass es dann für sie "keine juristischen Konsequenzen" gäbe.

Das sieht der Programmdirektor Frank Beckmann sicher anders, denn nach dem Debakel versicherte er, dass die Ermittlungen auf Hochtouren liefen.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Sendung von dieser Blamage wieder erholen kann.


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