Von Mark Read 0

Anna Wintour: Terror und Launen mischen die Modeindustrie Italiens auf!


Die Mailänder Fashion- Week wurde auf drei Tage verkürzt, und das nur weil Anna Wintour nur ein klein wenig ihrer so kostbaren Zeit widmen konnte, oder auch wollte.

Die unberechenbaren Launen der nicht gerade beliebten Chefredakteurin der amerikanischen Vogue haben die Welt der italienischen Mode so ziemlich an den Rand des Erträglichen gebracht.

Trotzdem- Anna Wintour ist eine der gefürchtesten und mächtigsten Menschen der Mode- Branche, und die Frau hat immerhin dafür gesorgt, dass die Mailänder Modewoche von ihren bisher sechs Tagen auf nur noch drei Tage verkürzt wurde.

In ihren all jährlich besuchten Modewochen, die von New York über London, Mailand und Paris gehen, war dann also nur noch für Italiens Modemetropole ein kurzer Aufenthalt vorgesehen.

Das Entsetzen für die betroffenen Designer war erheblich!

Berühmte und erfolgreiche Labels wie Prada, Dolce & Gabanna und Armani, die ihre neuen Mode-Kollektionen zum Ende der Modewoche präsentieren sollten, baten nun eindringlich um frühere Präsentations- Termine. Es hilft ja nichts, denn Madame Wintours Anwesenheit ist unumgänglich, denn man braucht ihre Einschätzung schon allein für die Fachpresse. Die Händler und auch die modeinteressierten Stars legen auf die Kritik von Anna Wintour großen Wert. Daher beginnen die meisten Shows erst, wenn die gefürchtete Mode-Kritikerin Platz genommen hat, und das natürlich in der vordersten Reihe.

Mario Boselli ist der Chef der italienischen Modekammer. Er zeigte sich hinsichtlich des für seinen Geschmack zu geringen Selbstbewusstseins seiner italienischen Landsleute etwas enttäuscht:

„Die italienische Modeindustrie ist die beste der Welt, aber im Gegensatz zu den Franzosen scheinen sie ihren eigenen Wert nicht zu erkennen", so Mario Boselli.

„Anna Wintour ist in Mailand willkommen, aber wenn sie nur eine Stippvisite machen will, wäre es vielleicht besser, sie bliebe direkt zuhause", so lautete die klare Ansage von Mario Boselli schon vorab.

So weit so gut: nun musste das komplette Zeitfenster überarbeitet werden. Schließlich musste man ja mehr als 80 Show- Präsentationen in der Hälfte der Zeit unterbringen. So fanden dann schon am dritten Tag der italienischen Modewoche die eigentlich für später geplanten Shows statt. Der Stress für die Designer, Models und Stylisten waren durch die Launen der Vogue- Chefredakteurin Wintour enorm.

Eine zeigte Selbstbewusstsein - Laura Biagotti verzichtete als eines der wenigen Labels auf die Anwesenheit von Madame Wintour. Somit zeigt das Modelabel seine nächste Winterkollektion erst am Montag, den 1. März. Zu diesem Zeitpunkt ist Anna Wintour längst nach Paris weiter gezogen.

„Anstatt der Mailänder Fashion- Week hätten sie es auch das Mailänder verlängerte Modewochenende nennen können", schimpfte die Vizepräsidentin Lavinia Biagotti lauthals.

Paris verfährt mit den Launen der Vogue- Chefredakteurin wesentlich entspannter:

„Es ist ganz klar, dass eine Chefredakteurin sich nicht alle Shows ansehen kann. Man kann das Programm nicht vom Terminkalender einer einzelnen Person abhängig machen", so erläuterte der französische Präsident des Modeverbandes.

Wie auch immer – Frau Anna Wintour hat Macht – aber Hochmut kommt ja bekanntlich immer vor dem Fall…!


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