Von Nils Reschke 0
Abteilung Attacke

Andries Jonker stänkert gegen die Bayern: „Ich fühle mich verarscht!“

Eigentlich ist ein Wechsel innerhalb der Bundesliga ja nichts besonderes. Auch dann nicht, wenn es sich um einen Trainer handelt. So ist eben das Transfergeschäft, vor allem im Sommer. Diesmal zog eine Wechsel-Personalie jedoch einen Paukenschlag nach sich.


Während der Saison-Vorbereitung ist es wenig außergewöhnlich, wenn zwei Konkurrenten in der Bundesliga im direkten Duell aufeinandertreffen. Und sei es im fernen China. Denn der asiatische Markt will schließlich nachhaltig erobert werden. Insofern ist das Duell zwischen dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg in China also ein ganz gewöhnliches Match. Wenn da nicht die Personalie Andries Jonker wäre.

Jonker war einst Co-Trainer unter Louis van Gaal bei den Bayern. Der musste bekanntlich weichen, Jupp Heynckes übernahm. Aber Andries Jonker durfte bleiben beim deutschen Rekordmeister, sollte den Job als Coach bei Münchens U 19 übernehmen. Dieses Angebot schlug er aber aus, folgte stattdessen dem Ruf von Felix Magath zum VfL Wolfsburg, wo er jetzt Co-Trainer ist. Mit einer E-Mail sorgt Andries Jonker nun für mächtig Wirbel, denn darin tritt er den Bayern – um mal im Bild der Fußballer zu bleiben – gehörig gegen das Schienbein und erhebt auch schwere Vorwürfe.

Michael Tarnat und Jörg Butt hätten nicht an eine gute Zusammenarbeit mit ihm in der U 19 geglaubt. Das war ein Punkt, der Jonker so erzürnte. „Das war einfach das letzte. Ich fühle mich verarscht!“, zitiert der Sportsender Sky Sport News HD aus dieser ominösen Mail. Doch damit nicht genug: Die Bayern sieht er als ein „goldenes Fußballpferd“ mit drei goldenen Beinen. Die Profis, der Kommerz, die Finanzen seien golden. „Leider hat das Pferd auch ein steifes Bein. Dieses Bein heißt Jugend-Ausbildung.“ Da lässt eine Reaktion der Münchner sicher nicht lange auf sich warten. Dem FCB wünsche er alles Gute und hofft, dass die Champions League gewonnen werde.

„Für die Meisterschaft und den Pokal hoffe ich auf einen anderen Verein.“ Na klar, schließlich ist Andries Jonker jetzt bei den Wölfen tätig.


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