Von Kati Pierson 1
Hymnen sind nicht leicht

Andreas Gabalier: Große Ehre mit kleinem Fauxpas

Andreas Gabalier - dem VolksRock'n'Roller - wurde am vergangenen Sonntag beim Formel Eins Rennen in Spielberg in seinem Heimatland Österreich eine große Ehre zuteil. Der Steirer durfte beim ersten Formel Eins Rennen seit 2003 auf dem Red Bull Ring (früher A1-Ring) die Nationalhymne singen. Doch Nationalhymnen sind gar nicht so leicht.

Seit 2003 fand kein F1-Rennen mehr auf österreichischem Boden statt. Bis letzten Sonntag, da heulten die Motoren in der Stadt Spielberg wieder auf. Okay der Andreas Gabalier (29) kann wahrscheinlich sogar ohne Mikrofon lauter singen als die neuen V6-Hybridmotoren der F1 aufheulen, aber irgendwas ist eben immer. Einigen wir uns darauf, dass es ein F1-Rennen am Sonntag auf dem Red Bull Ring gab.

Andreas Gabalier gab sich die Ehre

Bei diesem F1-Rennen war auch Niki Lauda (65) zugegen und der derzeit berühmteste Sohn der Steiermark: Andreas Gabalier. Der VolksRock'n'Roller war aber nicht nur zu Gaudi da. Er durfte die Nationalhymne kurz vor Rennbeginn singen. Für den kernigen Volksmusiker gar kein Problem, denn schließlich hatte er die Nationalhymne ja in der Schule gelernt. Doch - irgendwas war da.

Wer die Politik in Österreich verfolgt, der hat garantiert 2011 die Änderung der Nationalhymne mitverfolgt. Seit 1. Januar 2012 heißt es also nicht mehr "Heimat bist Du großer Söhne", sondern "Heimat großer Töchter und Söhne". Ist das an Ihnen genauso vorbeigegangen wie an uns? Tja, nehmen sie es nicht tragisch. Am Andreas Gabalier anscheinend auch. Denn er sang den alten Text.

Grüne Frauen Wien schreiben offenen Brief an Andreas Gabalier

Dafür gab es Post in Form eines offenen Briefes für den Sänger. Die Grünen Frauen Wien finden es nicht akzeptabel, dass er sich weigert den neuen Text zu singen und somit die Würdigung der Frauen umgeht. Bei dem Punkt meldet sich dann Andreas Gabalier doch zu Wort: "Wer sich mit mir und meinen Liedern, vor allem auch den Texten schon einmal auseinandergesetzt hat, dem dürfte es nicht entgangen sein, dass ich vor Frauen den allerhöchsten Respekt habe. Diese Wertschätzung wird durch meine allgemeine positive Haltung für den Menschen, egal ob Frau oder Mann unterstrichen."

Aber warum hat er denn jetzt den "falschen" Text gesungen? "Den Text der österreichischen Bundeshymne lernte ich mit 8 Jahren in der Schule im Sachkundeunterricht und ich sehe keine Veranlassung ihn anders zu singen" erklärte der Sänger. Die Fans des Österreichers nehmen es gelassen beziehungsweise bejubeln den Sänger für den kleinen Schnitzer sogar. Wir sind gespannt wie Niki Lauda die Sache beim nächsten Rennen beurteilt.

 

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