Von Mark Read 0
Nach dem tragischen Tod:

Amy Winehouse: Ihre Mutter konnte nicht helfen

Amy Winehouse ist mit 27 Jahren gestorben und seitdem trauern Familie, Freunde und Fans der Sängerin. Erst vor wenigen Tagen hätte die unglaublich talentierte Musikerin ihren 28-jährigen Geburtstag gefeiert. Bis heute ist die genaue Todesursache noch nicht geklärt.


Im Interview mit der Bild am Sonntag sprach nun Amys Mutter Janis ganz offen über das Leben und den Tod ihrer Tochter. Selbstverständlich trauert ihre Mutter, aber sie glaubt, dass dies der Weg war, der für Amy vorbestimmt war. Auf die Frage, ob sie ihrer Tochter, die ständig gegen ihre Drogensucht kämpfte, hätte helfen können, antwortete Janis: "Nein. Amy hat getan, was Amy tun wollte. Irgendwie glaube ich, dass sie das so für sich entschieden hat. Ihr Leben konnte kein anderes Leben sein. Es gab keinen anderen Weg für sie." Selbstverständlich empfand Janis Winehouse den Weg, den ihrer Tochter ging, als furchtbar. Aber sie ist sich sicher, dass Amy auch keine Hilfe wollte. Denn dieses destruktive Dasein hätte sie zu der Musikerin gemacht, die sie war. Während einige behaupten, dass ihr skandalträchtiges Leben ihr Talent überschattet hätte, ist ihre Mutter sicher, dass dies einen großen Anteil an ihrer tollen Musik hatte.

"Die Musik war das Produkt ihres Lebens. Weshalb man auch nicht sagen kann: Von dem Moment an, als sie in die Musikszene geriet, ging es abwärts. Ihr Leben und ihre Person mit all den Schwächen, Verirrungen, ungesunden Neigungen erzeugte ihre Musik. Diese wundervolle, herzzerreißende Musik." Daher kann Janis auch nicht wütend auf das Musikbusiness ein, denn sie glaubt, dass Amy jederzeit wieder diesen Weg gewählt hätte.

"Freunde fragen mich auch, warum ich nicht wütend bin: Der verdammte Rock ’n’ Roll hat mir mein Kind genommen. Aber so bin ich nicht. Ich bin da wie sie. Wenn man Amy jetzt fragen würde, hättest du gern ein längeres Leben gehabt, aber dafür hätte es die Musik nicht gegeben, würde sie sagen: Regt euch mal ab, es ist alles in Ordnung." Vielleicht ist diese Erkenntnis ein kleiner Trost für die Familie.


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