Von Mark Read 0

Amy Winehouse: Das neueste Mitglied im "Club 27"


Nun also auch Amy Winehouse. Wie so viele andere begnadete Musiker vor ihr starb die Soul-Sängerin im Alter von 27 Jahren. Der "Club 27" versammelt viele illustre Musikstars, die im selben Alter wie Winehouse an Drogen oder dem Druck der Öffentlichkeit zugrunde gingen.

Als sich am Samstagnachmittag die Nachricht vom tragischen Tod von Amy Winehouse verbreitete, schwappte eine Welle an Beileids- und Trauerbekundungen durch das Internet. Daneben begann aber auch schnell die Mythenbildung. Kann es ein Zufall sein, dass Winehouse, wie so viele andere legendäre Musiker vor ihr, im Alter von 27 Jahren das Zeitliche segnete? Promipool zeigt, in welcher Gesellschaft sich die Engländerin nun im Jenseits befindet: Amy, willkommen im "Club 27".

Jimi Hendrix (gest. am 18.09.1970)

Der Rockgitarrist gilt als Begründer aller Techniken, die moderne Rockmusik auszeichnet. Er war bereits zu Lebzeiten eine Legende und galt als Genie an seinem Instrument. Hendrix erschuf mit "Hey Joe", "Purple Haze", "Foxy Lady" oder seinem Cover von Bob Dylans "All Along the Watchtower" einige der besten Rocklieder der 1960er Jahre, sein Debütalbum "Are You Experienced" gilt noch heute als eine der besten Platten überhaupt. Allerdings wurde dem Amerikaner sein Lebensstil zum Verhängnis. Er konsumierte regelmäßig Alkohol und Drogen, der Einfluss von beiden Substanzen ist in seiner Musik deutlich hörbar. Am 18. September 1970 starb Hendrix in einem Londoner Hotelzimmer an seinem eigenen Erbrochenen, nachdem er eine Überdosis Alkohol und Schlaftabletten zu sich genommen hatte.

Janis Joplin (gest. am 04.10.1970)

Die US-amerikanische Sängerin besaß eine DER Stimmen der 1960er Jahre. Ihr wilder Lebenswandel passte perfekt zu ihrem rauchigen, kraftvollen Organ und verkörperte eine chaotische, jedoch enorm kreative Epoche der Rockmusik. Auch Joplin entwickelte schon früh eine Abhängigkeit von Alkohol, Heroin und anderen Suchtmitteln. Bei ihrem bekanntesten Auftritt 1969 auf dem legendären Woodstock-Festival soll sie stark alkoholisiert gewesen sein. Am 04. Oktober 1970 wurde sie tot in ihrem Hotel in Kalifornien aufgefunden - Todesursache war laut Autopsie eine Überdosis Heroin.

Jim Morrison (gest. am 03.07.1971)

Das Grab des Sängers der Band "The Doors" liegt auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise und ist auch heute noch eine beliebte Touristenattraktion. Morrison und seine Band waren Vorreiter der psychedelischen Rockmusik und schufen mit Songs wie "Light My Fire" oder "The End" Hymnen für die Ewigkeit. Morrison war der kreative Kopf hinter den Doors, entwickelte jedoch auch einen selbstzerstörerischen Lebensstil, der ihm schließlich zum Verhängnis werden sollte. Anfang der 1970er zog er nach Paris, um sich inspirieren zu lassen. Er klagte jedoch oft über Atembeschwerden und betrachtete Heroin als Gegenmittel gegen diese. Am Morgen des 03. Juli 1971 wurde er tot in seinem Appartment aufgefunden - die Todesursache konnte nie mit letzter Sicherheit geklärt werden, allgemein wird heute jedoch von einem Herzstillstand ausgegangen, der durch eine Überdosis Heroin verursacht worden sein könnte.

Kurt Cobain (gest. am 05.04.1994)

Der Frontmann von Nirvana war die Symbolfigur der Grunge-Revolution Anfang der 1990er Jahre. Er verkörperte wie kein Zweiter die Angst und Wut, die dem lauten Alternative-Rock zugrunde lag. Mit dem Album "Nevermind" aus dem Jahr 1991 und der Hymne "Smells Like Teen Spirit" machten Nirvana Gitarrenrock wieder salonfähig - und der blonde, langhaarige Cobain wurde zum Halbgott der Bewegung. Allerdings litt der sensible Sänger an Depressionen und kam mit dem Druck der Öffentlichkeit nicht zurecht. 1993 besserte sich sein Zustand kurzzeitig, doch Anfang 1994 versuchte er erstmals, sich umzubringen. Cobain überlebte und wurde in eine Drogen-Entzugsklinik gesteckt. Aus dieser floh er Anfang April und wurde wenige Tage später tot in seinem Haus in Seattle aufgefunden. Er hatte sich mit einer Schrotflinte erschossen.


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