Von Mark Read 0
US-Studentin

Amanda Knox: Spektakuläre Wende im Mordprozess


Vor zwei Jahren wurde die amerikanische Austauschstudentin Amanda Knox im italienischen Perugia wegen Mordes verurteilt. Die heute 24-Jährige soll ihre Mitbewohnerin Meredith Kirchner brutal ermordet haben. Nun die spektakuläre Wende in dem Mordprozess: Die Ermittler haben derart schlampig gearbeitet, dass die Anklage gegen Knox nicht mehr aufrecht erhalten werden kann - sie steht kurz vor der Freilassung!

Das Gerichtsverfahren wurde von großer Aufmerksamkeit begleitet, nicht nur in Knox' Heimat USA. Das Thema war so heiß, dass sogar ein umstrittener Doku-Film zu Knox gedreht wurde. Am 2. November 2007 wurde die britische Mitbewohnerin der amerikanischen Studentin, Meredith Kirchner, mit durchschnittener Kehle, zahlreichen Messerstichen, halbnackt und vergewaltigt in der gemeinsamen Wohnung gefunden. Auf der Tatwaffe und dem BH der Toten fanden die italienischen Ermittler angeblich die DNA-Spuren von Knox und ihrem Ex-Freund Raffaele Sollecito. Aufgrund der Beweislage wurden die beiden und ihr vermeintlicher Mittäter Rudy Guede wegen Mordes verurteilt. Doch nun scheint sich die schlampige Arbeit der Ermittler zu rächen!

Ein 144-seitiges Gutachten wirft den Behörden schwere Fehler vor, insgesamt 54 an der Zahl! Unter anderem wurden DNA-Proben viel zu spät sichergestellt, ein Polizist soll verunreinigte Handschuhe getragen haben und auch die Tatwaffe und der BH wurden falsch gelagert. Als Folge daraus sind nach Meinung der Gutachter alle Beweise gegen Knox und ihre Mittäter völlig unbrauchbar.

Wie die "Sun" berichtet, musste Knox auflachen, als der Fehler-Katalog im Berufungsprozess verlesen wurde. Aufgrund des Gutachtens könnte eine völlig neue Rechtslage entstehen, die der Amerikanerin zur Freilassung verhelfen könnte. Am 30. Juli findet die nächste Anhörung statt, ein entdgültiges Urteil dürfte es im September geben.


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