Von Nils Reschke 1
GZSZ

Am Mittwoch zum 5000. Mal: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“

Auch wenn es nicht wenige Menschen gibt, die behaupten, sie würden bei dieser Serie abschalten - Ihre Titelmelodie kann irgendwie jeder singen. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zählt schließlich seit mittlerweile 20 Jahren zum Inventar der deutschen Fernsehlandschaft und feiert Mittwoch die 5000. Folge auf RTL.


Als die Serie 1992 vor fast auf den Tag genau 20 Jahren auf Sendung ging, ahnte noch niemand von diesem unglaublichen Erfolg. Doch schon beim Titellied der Seifenoper hielten die Macher von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Wort: Sie schienen wirklich ins Herz der Zuschauer sehen zu können. Und was sie da sahen, war eine Sehnsucht nach einer echten Soap Opera, wie sie im (Dreh-) Buch steht. Am Mittwoch, den 23. Mai ist es nun soweit: GZSZ feiert auf RTL seine 5000. Jubiläumsfolge. Und auch, wenn die Fangemeinde noch spekuliert, was denn dann Spektakuläres erwartet werden darf, ist jetzt schon eines sicher: Auch diese Folge beginnt ab 19.40 Uhr mit den Worten: „Ich seh' in dein Herz, sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Dass eine Daily Soap auch in Deutschland funktionieren würde, stand damals natürlich noch nicht fest. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ war ein Experiment. Ein besonders erfolgreiches, freilich, das schnell Nachahmer fand. Wie mit dem „Marienhof“ auf der ARD, der ein Vierteljahr später folgte, als sich abzeichnete, wie gut GZSZ tatsächlich beim Publikum ankam.  Doch so erfolgreich lief „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ anfangs gar nicht. Die Macher hielten sich sehr strikt an die australische Import-Vorlage „The Restless Years“, lösten sich nur langsam von deren Konzept. Und schon wurden die Quoten besser.

Täglich schalten rund vier Millionen Zuschauer ein, um von den Schicksalen ihrer Serienstars zu erfahren. GZSZ ist bis heute, auch nach 20 Jahren, noch immer ein Garant für gute Einschaltquoten. Von den Darstellern, die seit der ersten Folge geblieben sind, ist jedoch nicht mehr viel übrig. Schluss war für Lisa Riecken und Frank-Thomas Mende, die Elisabeth Meinhart-Richter und Clemens Richter spielen, 2010, als sie in der Serie nach Kanada auswanderten. Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch einmal ein Comeback. Somit ist der Fiesling vom Dienst, Rechtsanwalt Jo Gerner alias Wolfgang Bahro, der 1993 einstieg, mittlerweile am längsten dabei.


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