Von Kati Pierson 0
Däne stirbt nach Crash

Allan Simonsen: 24 Stunden Rennen von Le Mans fordert Todesopfer

Der 34-Jährige Däne Allan Simonsen ist tot. Der Familienvater verstarb nach einem Crash während des 24 Stunden-Rennens von Le Mans. Sein Team Aston-Martin kämpft weiter um den Titel.


Schockierende und traurige Nachrichten aus Le Mans in Frankreich. Der Rennfahrer Allan Simonsen erlag heute nach einem Unfall im 24 Stunden Rennen seinen Verletzungen.

Allan Simonsen stirbt im 90. Rennen

In der Tertre-Rouge-Kurve kam der Däne Allan Simonsen heute in der vierten Runde des 24-Stunden-Rennen von Le Mans von der Strecke ab. Sein Aston Martin krachte in die Leitplanken. Aus der Onboard-Kamera eines hinter ihm fahrenden Mitstreiters kann man sehen, dass der Wagen des 34-Jährige auf der leicht feuchten Strecke ins Schleudern gerät und anschließend in der Kurve in die Leitplanken fährt. Eine genaue Unfallursache steht noch nicht fest.

Das Safty-Car kam für eine halbe Stunde auf die Strecke. Simonsen war wohl nach dem Unfall bei Bewußtsein und erlag erst später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Das Aston Martin-Team hat die Familie von Simonsen - seine Frau und seinen einjährigen Sohn - informiert.

Tod von Allan Simonsen überschattet 24 Stunden von Le Mans

Bereits 2007 gab der Däne sein Debüt beim 24 Stunden Rennen. Dieses Jahr war der Motorsportler bereits das siebenten Mal am Start. Mit der Pole in der Tasche sagte er gestern "In Le Mans auf der Pole zu stehen, ist einfach großartig. Es war eine sehr interessante Qualifyingsession, die nass gestartet ist. [...] Die Pole ist hier schon sehr wichtig, denn damit haben wir einen weiteren Punkt in der Sportwagen-WM auf unserem Konto."

Es war seine Lieblingsstrecke, die ihm jetzt zum Verhängnis wurde. Simonsen ist damit der 118 Unfall in der 90-jährigen Geschichte dieses Traditionsrennens. "Der Automobile Club de l'Ouest will seine große Trauer über diesen Unfall ausdrücken und spricht Familie und Freunden sein tiefstes Beileid aus", hieß es in einer ersten offiziellen Mitteilung. Aber auch das 100-jährige Jubiläum von Aston Martin wird vom Tod des Dänen überschattet. Grund zu Jubeln hat morgen sicher keiner.

Simonsen ist nicht der einzige Tote am heutigen Tag im Motorsport. Wolf Silvester rollte heute ohne Unfall bei der VLN am Nürburgring auf der Strecke aus. Er saß regungslos im Wagen. Für den 55-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Unser tiefes Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Familien der Motorsportler.


Teilen:
Geh auf die Seite von: