Von Sabine Podeszwa 0
Musikkolumne

Album-Review: „A Joyful Noise“ von Gossip


Drei Jahre nach ihrem letzten Album “Music for men”, kommt mit „A Joyful Noise“ das mittlerweile fünfte Studio-Album von Gossip auf den Markt. In Zusammenarbeit mit Mark Ronson und Brian Higgins ist dieses Pop-Album entstanden, dessen größte Inspiration, laut Frontfrau Beth Ditto, ABBA war. Ob man in diesem Zusammenhang Gossip noch als Punk-Band bezeichnen darf, ist eher fraglich. Die Wurzeln der Band mögen zwar im Punk- und Indie-Bereich liegen, jedoch wird mehr und mehr deutlich, dass Beth Ditto, Hannah Blilies und Nathan Howdeshell sich momentan eher in der Pop- und Elektro/Synthie-Szene wohl fühlen.

Beth Dittos glockenhelle Stimme lullt einen beim ersten Hören förmlich ein und wird von melodiöser Hintergrundmusik begleitet, die tatsächlich an die Prunkzeiten der Popmusik erinnert. Das Ganze wird von vielen Elektro- und Synthie-Klängen untermalt, was das Album durch und durch tanzbar macht. Die Musik erinnert partiell an eine junge Madonna. Teilweise sogar an die Pet Shop Boys. Beim wiederholten Hören findet man schnell  seine Favoriten-Songs. Ein besonders grooviges Glanzstück des Albums ist die Einstiegsnummer „Melody Emergency“, die direkt einen Ausblick auf das vorliegende Album gibt. „Move in the Right Direction“ ist ebenfalls sehr einprägsam und dafür prädestiniert  Tanzflächen in Gay-Clubs zu bersten.  Bei „Casualties of War“ schlägt Beth dann auch mal ruhigere Töne an und „Involved“ beamt uns mit seinen 80er-Klängen und dramatischen Stimmeinlagen wieder zum Tanzen auf den Dancefloor.

Wer Beth Dittos Stimme liebt, bekommt hier die volle Dröhnung in allen Schattierungen, muss aber auch damit leben, dass die Songs der Band mittlerweile einen recht kommerziellen Charakter haben. Nichtsdestotrotz ein hörenswertes Album, aus dem wir den einen oder anderen Song in naher Zukunft im Radio hören werden.

 


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