Von Olga Lügenscheidt 0
Nicht immer Size Zero

Achtung Presswurst Alarm!

Diese Woche verzeiht unsere gefürchtete Mode-Kolumnistin Olga Lügenscheidt rein gar nichts. Erst recht keine Modeirrtümer die mit zu engen Kleideungsstücken und den dazu nicht passenden Figuren zusammenhängen. Presswurstalarm bei den Promis und Menschen, die ihr Spiegelbild anscheinend immer etwas schmaler sehen als es ist.


Die wohl aller größte Modesünde ist, seinen Körper in Klamotten zu hüllen, in die er um Gottes Willen nicht hineinpasst! Es geht hier nicht darum dem Size Zero Ideal zu frönen oder das kurvige Frauenbild unter die Dominanz des Schlankheitswahns zu stellen. Vielmehr um die höchst eigenartige und in allen Fällen äußerst unästhetische Angewohnheit vieler, ja zu vieler Stars, ihre Körper oft wie eine Presswurst in alles hineinzustecken, was dehnbar ist! Dazu kommt noch, meine Freunde, Nylon ist seit den 80s völlig out!

Ich bin eine große Verehrerin von weiblichen Rundungen, schönen Hintern und einer sinnlichen Ausstrahlung. Frauen sollen nun mal feminin sein und mit ihren Reizen spielen! Sie dürfen sich jederzeit sexy anziehen und ihre Vorteile zur Geltung bringen. Aber verdammt nochmal wann hat dieser schiere Wahnsinn angefangen, dass man seinen viel zu dicken Hintern in ein Stückchen Stoff quetschen muss, wobei oben und unten eine ordentliche Fettschicht herausgepresst wird? Wann ist das von welchen Leuten jemals zu einem Schönheitsideal ausgerufen worden, wenn sich die wunderschöne Jennifer Lopez in einen engen Fummel schmeißt, der ihre Cellulitis so offensichtlich macht, dass kein Paparazzi mehr mit seinem Objektiv ranzoomen muss, um dem Schrecken ein Gesicht zu geben!

Nehmen wir weiter die amerikanische Popprinzessin Mariah Carey. So schlank, wie sie sich für ihr neues Album Memoirs of an Imperfect Angel ablichten ließ, war die gute Mariah nicht einmal bei ihrer Geburt, geschweige denn heute mit 41 Jahren. Leider tendiert sie sehr häufig dazu, ihren voluminösen Busen in gefühlte 5 Nummern zu kleine Blusen zu stecken, damit sie einem förmlich ins Gesicht springen, auch wenn man den nötigen Sicherheitsabstand hält.

Zu guter Letzt, hat mir die liebe Kim Kardashian meine Woche versüßt. Zum Launch ihres neuen Parfüms trug sie einen so schlimmen Fehlgriff, dass mir nur der Begriff Presswurst einfiel, als ich das Bild von ihr gesehen habe. Abgeschnürt und fest verpackt hat sich die Kardashian in ein sehr farbenfrohes, zweiteiliges Ensemble gehüllt. Dieses Kunstwerk der Hässlichkeit wird an ihrer Taille mit einem Gürtel zusammengehalten und alles was oberhalb und unterhalb liegt, wird wie eine Sanduhr auseinandergepresst, somit verdoppel sich gewissermaßen ihre Kurven. Tut mir sehr leid Kim, aber neben deiner durchaus intellektuell dürftigen MTV-Sendung hast du auch kein sehr geschicktes Händchen für vorteilhafte Klamotten. Da beweist meine kleine Cousine mit ihren Erdbeerohrringen bei Weitem mehr Stilgefühl!

Behalten wir also im Hinterkopf: auszusehen wie eine eingepferchte Wurst, macht uns erst recht nicht zu einer Grace Kelly oder einer Audrey Hepburn. Elegant zu sein bedeutet ja schließlich was anderes, als eine Mettwurst zu imitieren! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, bis nächste Woche!


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