Von Mark Read 0
Entführungsfall

"3096": Der Entführungsfall Natascha Kampusch wird verfilmt

Fast sechs Jahre, nachdem Natascha Kampusch die Flucht vor ihrem Entführer und Peiniger Wolfgang Priklopil gelang, wird das bewegende Schicksal der Österreicherin nun verfilmt - in englischer Sprache und mit einer Irin in der Hauptrolle.


Das Schicksal von Natascha Kampusch bewegte die ganze Welt. Am 23. August 2006 gelang der damals 18-jährigen Österreicherin die Flucht vor ihrem Entführer und Peiniger Wolfgang Priklopil, der sich noch am selben Tag das Leben nahm. Nach acht Jahren in Gefangenschaft war Natascha Kampusch frei. Als sie zehn Jahre alt war, hatte Priklopil sie auf dem Weg zur Schule verschleppt und anschließend im Keller seines Hauses eingesperrt.

Ihre Jahre in Gefangenschaft hat Natascha Kampusch später in einem Buch namens "3096 Tage" verarbeitet. Nun wird ihre Geschichte unter einem ähnlichen Titel verfilmt - "3096", die Anzahl der Tage, die sie im Kellerverlies verbringen musste. Constantin Film hatte sich bereits im Mai 2010 die Filmrechte gesichert. Als Produzent und Autor war eigentlich Bernd Eichinger vorgesehen, der allerdings im Januar 2011 überraschend verstarb. Das von ihm bereits begonnene Drehbuch stellt nun die Autorin Ruth Toma fertig.

In der Hauptrolle der Natascha Kampusch wird die Irin Antonia Campbell-Hughes (20) zu sehen sein. Ihren Peiniger Priklopil wird der Däne Thure Lindhardt spielen, als Regisseur wird Sherry Hormann fungieren. Schon die Namen verraten: Obwohl "3096" eine österreichische Produktion ist, ist der Film international ausgelegt. Und tatsächlich wird er in englischer Sprache gedreht werden. Warum, wo es sich doch um einen österreichischen Kriminalfall handelt?

Regisseur Hormann erklärt das so: "Nachdem wir im deutschsprachigen Raum auf viele Vorurteile, Befürchtungen und Ängste zu dem Stoff stießen, erlaubten wir uns über die sprachlichen Grenzen hinaus zu denken. Tatsächlich war es so, dass Antonia Campell-Hughes und Thure Lindhardt mit der unbeschwerten Außenansicht und der englischen Sprache einen für uns befreienden Blick auf die einzigartige Kraft der Geschichte erzeugten."

Die Dreharbeiten beginnen im Mai 2012 in München.


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