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14. November 2017 - 10:25 Uhr / Andreas Biller

Der Schauspieler im Interview

Dieter Bach: Der Unterschied zwischen GZSZ und „Sturm der Liebe“

Bei „Sturm der Liebe“ ist er neben Larissa Marolt und Sebastian Fischer der nächste Hauptdarsteller, doch Serien-Fans kennen Dieter Bach auch aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Wir haben uns mit dem Schauspieler über die Unterschiede zwischen den Dailys und seine neuen Aufgaben in der ARD unterhalten.

Hallo Dieter, erstmal: Wie war der erste Drehtag am Set für dich?

Dieter Bach (53): Natürlich war ich an meinem ersten Drehtag bei „Sturm der Liebe“ sehr aufgeregt. Die vielen neuen Kollegen, die diese Serie schon seit Jahren ausmachen. Aber am Set herrscht eine so herzliche Atmosphäre, dass die Aufregung sehr schnell dem Spaß am Spiel gewichen ist.

Ohne uns zu spoilern: Auf was freust du dich bei der neuen Staffel am meisten?

Es ist sehr schwer zu sagen, auf was ich mich am meisten freue. Gerade meine Rolle hat so viele unerwartete Wendepunkte in ihrer Entwicklung, die alle eine große Herausforderung für einen Schauspieler sind. Aber ich freue mich sehr darauf, um „Alicia“ zu kämpfen und Verletzlichkeit zu zeigen. Aber auch zu erfahren, wie weit ein Mensch geht, um seine große Liebe nicht zu verlieren. Mich in diese Geschichte einzubringen, wird eine interessante Reise für mich.

„Christoph Saalfeld“ ist ein taffer, zielstrebiger Mann, der manchmal auch etwas hart rüberkommt. Wie du sagtest: Er kämpft um „Alicia“. Was ist das Verlockendste daran, eine solche Rolle zu spielen?

„Christoph“ ist sehr zielstrebig. Er lässt sein Umfeld dabei nicht im Unklaren, wer er ist und was er bereit ist zu tun, um seine Ziele zu erreichen. Das hat eine gewisse Geradlinigkeit, die ich keineswegs unsympathisch und manchmal sogar fast bewundernswert finde.

Einmal habe ich in einer Drehpause privat mit einer Firma telefoniert, die im Zusammenhang mit meinem Umzug Mist gebaut hatte. In drei Minuten war das Problem zu meiner Zufriedenheit gelöst. Ich dachte danach: Das war „Christoph“, der das Gespräch geführt hat. Die Leute am anderen Ende der Leitung reagierten sofort, da ich wohl eine solche Souveränität ausgestrahlt hatte. „Christoph“ sei Dank. (lacht)

Von „Christoph“ zu „Frederic“: Vor „Sturm der Liebe“ warst du bei GZSZ. Kannst du uns einen signifikanten Unterschied beim Drehen der beiden täglichen Serien erzählen?

Bei „Sturm der Liebe“ habe ich vor allem das größte Pensum zu bewältigen, das ich je hatte – wir drehen eine Folge am Tag. Dagegen ist „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 25 Minuten fast ein Spaziergang. Zumal wir bei GZSZ einen reinen Probentag hatten, an dem gar nicht gedreht wurde.

Was mir an „Sturm der Liebe“ besser gefällt, sind die vielen Außendrehs. Wir drehen an den unterschiedlichsten und landschaftlich tollsten Locations. Ich glaube, die Zuschauer genießen es auch sehr, wenn wir sie zum Beispiel mit in die Berge oder in den Park des „Fürstenhofs“ nehmen. Ich denke mir dann oft, dass ich den optisch schönsten Arbeitsplatz Deutschlands habe. (lacht)

In der Serie ist Larissa deutlich jünger als du, trotzdem seid ihr zusammen. Wäre ein großer Altersunterschied ein Problem für dich?

Altersunterschiede zwischen Paaren finde ich nicht wirklich problematisch. Es kommt bei der Liebe darauf an, was zwei Menschen verbindet im Hinblick auf ihre Lebensplanung, Träume und Sehnsüchte. Alles andere ist das Problem der Anderen.

Was kann man machen, wenn man das Problem hat, dass man sich in die Ehefrau seines Vaters oder auch seines besten Freundes verliebt?

Mein Rat wäre, erst einmal Abstand zu suchen. Am besten einen schönen, langen Urlaub machen, in dem man sich bewusst macht, was einem wirklich wichtig ist im Leben.

Kannst du uns das perfekte Liebes-Happy-End schildern, das du für deinen „Sturm der Liebe“-Charakter sehen wollen würdest?

Das perfekte Liebes-Happy-End wäre, dass „Alicia“ und ich gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten und bis ans Ende unserer Tage zusammen glücklich sind. Aber nach meiner Erfahrung funktioniert das Leben nicht so. Vermutlich wird es auch bei uns ein etwas anderes Happy-End geben, für wen auch immer. Aber als hoffnungsloser Romantiker darf man ja träumen...