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16. Februar 2017 - 10:44 Uhr / Saskia Theiler

Autohersteller verheimlichte Informationen

Paul Walkers (†40) Tod: Porsche soll von Mängeln an Automodell gewusst haben

Der deutsche Autohersteller Porsche soll davon gewusst haben, dass das Modell, mit dem Schauspieler Paul Walker 2013 tödlich verunglückte, bereits in eine Reihe von schweren Unfällen verwickelt war. Ein harter Schlag für Porsche im Rechtsstreit mit Pauls Tochter Meadow!

Für Porsche sieht es aktuell nicht gut aus: Der Automobilhersteller soll Informationen über eine Reihe von Unfällen im Zusammenhang mit dem Modell Carrera GT, in dem Schauspieler Paul Walker (†40) 2013 tödlich verunglückte, bewusst zurückgehalten haben. Dies berichtete das US-Promiportal „TMZ“ gestern.

Paul Walker: Probleme mit seinem Unfallwagen waren lange bekannt

Der angebliche Betrug fiel auf, als ein Anwalt von Paul Walkers Tochter Meadow (18), die 2015 Klage gegen den Sportwagenhersteller einreichte, E-Mails von Unternehmensmitarbeitern etwas genauer untersuchte. Auf seinem Computer im Büro wurden einige Passagen in den E-Mails als zensiert angezeigt und konnten daher nicht gelesen werden. An seinem Apple PC zuhause konnte der Anwalt dann aber die zuvor zensierten Abschnitte einsehen. Mit der nun vollen Einsicht konnte der Rechtsanwalt herausfinden, dass Mitarbeiter des Konzerns bereits im Jahr 2006 über eine Reihe von Totalschäden im Zusammenhang mit dem Modell Carrera GT im Bilde waren. 200 der 1280 produzierten Modelle waren innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Verkauf in einen Totalschaden verwickelt, so der Mitarbeiter. In den Mails scherzten die Porsche-Mitarbeiter dann noch, dass diese Information die verbliebenen Modelle des Carrera GT so nur umso seltener und damit begehrter machen würden.

„Jedes anständige Unternehmen hätte dieses Modell vom Markt genommen“

Jeffrey Milam, der Anwalt von Meadow Walker, kritisierte Porsche hinsichtlich dieser neuen Informationen: „Jedes anständige Unternehmen hätte dieses Modell vom Markt genommen – oder zumindest die Öffentlichkeit vor den damit verbundenen Gefahren gewarnt“, erklärte der Jurist gegenüber „TMZ“. Nun ersuchten die Anwälte den zuständigen Richter, um wegen der absichtlich geheim gehaltenen Informationen Sanktionen gegen Porsche zu verhängen.

Der „Fast & Furious“-Darsteller verunglückte am 30. November 2013 nördlich von Los Angeles, als sein Freund Roger Rodas (†38) die Kontrolle über den Porsche verlor und gegen einen Baum prallte. Das Auto ging binnen Sekunden in Flammen auf. Sowohl Roger Rodas als auch Paul Walker, der auf dem Beifahrersitz saß, erlagen ihren schweren Verletzungen noch am Unfallort.